Beim wem kann die hypertherme intraperitoneale Chemotherapie angewendet werden?

HIPEC Ist eine schwere Operation, die 7-10 Stunden dauert. Nicht jeder Patient kann einen so langen chirurgischen Eingriff überstehen. Mit dem Onkologen des Patienten und den anderen Fachärzten sollte sichergestellt werden, dass der Patient die minimalen medizinischen Anforderungen erfüllt. Das bedeutet, dass bei den Kandidaten für diese Therapie die erste und wichtigste Eigenschaft neben der Krebsdiagnose der allgemeine Gesundheitszustand ist. Die Operation ist generell für Herzkranke oder Patienten mit einer anderen chronischen Krankheit sehr riskant.

Für die HIPEC werden nur Patienten ausgewählt, die von der Chirurgie profitieren können. Wenn der Tumor sehr weit fortgeschritten ist oder der Krebs außerhalb des Bauchraums gestreut hat, bedeutet dies, dass die hypertherme intraperitoneale Chemotherapie keine effektive Therapie mehr ist. Deshalb wird in Fällen, wo das Tumorwachstum nicht möglich ist, der primäre Tumor sowie die im Bauchraum gestreuten Tumore zuerst per Zytoreduktion entfernt. Klinische Studien haben gezeigt, dass bei Patienten, bei denen vor der hyperthermen intraperitonealen Chemotherapie die Tumoren ganz oder teilweise entfernt wurden, effektivere Ergebnisse erzielt werden können.

Bei der Feststellung, bei wem die hypertherme intraperitoneale Chemotherapie angewendet werden kann, müssen die Faktoren unten berücksichtigt werden:

Wie oben bereits erklärt, ist die hypertherme intraperitoneale Chemotherapie vor allem in Kombination mit einer Zytoreduktion ein lang andauernder, invasiver Eingriff. Deshalb wird vorrangig untersucht, ob der allgemeine Gesundheitszustand des Patienten gut ist und ob eine ernsthafte Erkrankung vorliegt, die eine große Operation unter Vollnarkose verhindern würde.  Wenn neben dem Krebs, Krankheiten wie Herzleiden, Bluthochdruck und Diabetes vorliegen, die für die Operation ein hohes Risiko darstellen würden, ist es wichtig vor der Entscheidung für eine Operation auch die Meinung der anderen Fachärzte des Patienten einzuholen.

Transabdominale Streuung –Der Krebs kann im Bauch durch 4 Wege streuen:

  • Blutzirkulation
  • Lokales Wachstum oder Streuung in andere Regionen durch direkten Kontakt
  • Lymphknoten
  • Transabdominale Streuung oder Streuung im Bauch

Diehypertherme intraperitoneale Chemotherapie ist bei Patienten mit einer transabdominalen Streuung, aber bei denen das Karzinom volumenmäßig und in der Länge eine relativ begrenzte Streuung zeigt, die am besten geeignete Therapieauswahl. Manche abdominalen Krebsarten setzen sich bevorzugt auf einem Organ ab, anstelle den gesamten Innenorganen. Wenn diese Krebszellen platzen, können sie den Krebs wie ein Spray sprühen und diese Krebszellen können sich an verschiedenen Stellen im Bauch festsetzen. Es ist ziemlich schwierig, solch einen Krebs nur mit einer Operation zu entfernen.

Man sollte sicher sein, dass die hypertherme intraperitoneale Chemotherapie dem Patienten behilflich sein wird. Wenn der Krebs des Patienten außerhalb des Bauchraums gestreut hat, ist diese Therapie nicht mehr geeignet. Z.B. Bei einigen Krebsarten im Bauchraum wie Bauchspeicheldrüsenkrebs, der außerhalb der Bauchspeicheldrüse gestreut hat, wird diese Therapie nicht bevorzugt. Da das Chemotherapie-Mittel im Bauchraum zirkuliert, ist die hypertherme intraperitoneale Chemotherapie eine gute Auswahl, um den Krebs, der in dieser Region begrenzt ist, zu behandeln.

Altersfaktor- In der Vergangenheit hat man geglaubt, dass man bei alten Patienten bei Operationen wie der hyperthermen intraperitonealen Chemotherapie keine guten Ergebnisse erzielen könnte. Aber da in den letzten 10 Jahren bei älteren Patienten, bei denen die hypertherme intraperitoneale Chemotherapie angewendet wurde, positive chirurgische Ergebnisse erzielt werden konnten, hat sich diese Denkweise geändert. Wenn Patienten Anfang 60 mit der Altersgruppe der 65-80-jährigen verglichen werden, sind gleichwertigen niedrige Komplikationen und hohe Lebenserwartungen ersichtlich.

Krebsart –Bei der hyperthermen intraperitonealen Chemotherapie werden Fälle ausgesucht, bei denen der Krebs nicht von zu aggressiven Karzinomatösen ausgelöst wurde. Die Karzinomatösen des Magenkrebses sind so aggressiv, das diese Technik nur sehr begrenzt bleibt und sie wird nur bei ganz speziellen Fällen und zu Forschungszwecken eingesetzt. Auch kann die hypertherme intraperitoneale Chemotherapie bei Appendix-Krebs, bei Darmkrebs, bei speziellen Formen des Eierstockkrebses oder bei bestimmten Tumoren des Bauchfells (peritoneales Mezotelyom oder primäres peritoneales Karzinom) für die Therapie eingesetzt werden. Die Therapie, die manchmal mit einer intravenösen Chemotherapie ergänzt wird, sorgt somit für maximale Ergebnisse.

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